Auf dem Bodensee - Wassersportrevier und Trinkwasserspeicher für fünf Millionen Menschen - macht ein umweltfreundlicher Bootsantrieb Sinn. Gerade Segelboote jeglicher Größe eignen sich aufgrund ihrer auf minimale Verträngung optimierten Rümpfe bestens für einen Elektro-Antrieb.
HMF-Mobility stattet in die Jahre gekommene, aber auch neue Segelboote, mit geruchsfreien und getriebelosen Elektromotoren samt passenden Batteriespeichern aus.
Die Vorteile des E-Motors:
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RADIO 7, 12.10.21
30.09.2020 | HMF Mobility GmbH ist jetzt Mitglied bei solarLAGO, smart energy network am Bodensee:
https://solarlago.de/wir-begruessen-unser-neues-mitglied-hmf-mobility-gmbh/
28.09.2020 | Die HMF-Mobility GmbH hat das Solardach für die SP7.0 E entwickelt und realisiert. Das solarangetriebene Sportboot der Speedwave-Werft wurde auf der diesjährigen Interboot vorgestellt:
Interboot: SP 7.0 E-Solar 7-Meter-Badeboot für 8 Personen
https://solarlago.de/solarlago-unterstuetzt-solar-angetriebenes-sportboot/
PRESSEMITTEILUNG, Überlingen, 28.12.2020
Abdruck von Text und Bild honorarfrei
Strom für den "Rengo" liefert das Scheunendach
Neues elektrisch angetriebenes Agrar-Sprühfahrzeug aus Überlingen am Bodensee arbeitet mit einer Batterieladung bis zu zweieinhalb Stunden lang
Rein elektrisch fahrende Traktoren oder Agrar-Sprühfahrzeuge könnten für Landwirte besonders interessant werden. Denn auf vielen Bauernhöfen wird der eigene Strom mit Solarzellen auf dem Scheunendach oder über den Umweg einer Biogasanlage erzeugt und direkt verbraucht oder ins Netz eingespeist. Ein mit hofeigenem Strom betriebenes Sprühfahrzeug, das vor allem auf Feldern und Äckern der konventionellen und der biologisch dynamischen Landwirtschaft eingesetzt wird, hat die HMF-Mobility GmbH in Überlingen am Bodensee für den dortigen Rengoldshauser Hof entwickelt. Jetzt soll der bisher einmalige „Rengo-Panda“, wie HMF-Mobility-Chef und Konstrukteur Eric Hueber das Agrarfahrzeug nennt, in Serie gehen und für die E-Revolution auf dem Acker sorgen.
Wären da nicht die spinnenähnlichen Beine des höher gelegten Fahrwerks und der silbern glänzende Rucksack des übers Feld fahrenden Rengo, könnte dieser durchaus auch als unschuldig-weißer Kleinwagen durchgehen, von dem aus der Landwirt vor Witterung geschützt gerade seine Pflanzen begutachtet. Doch spätestens wenn der Konstrukteur und Inhaber der Hueber Maschinen- und Fahrzeugbau GmbH, Eric Hueber, das, wie die Antriebsmotoren ebenfalls aus den Batterien im Kofferraum gespeiste Elektrogebläse des Sprühgerätes einschaltet und so biologisch-dynamische Präparate fein und nahezu lautlos auf den Böden zerstäubt, wird das eigentliche Einsatzgebiet des Rengo deutlich. „Dass ein Bio- oder Demeter-Betrieb wie der Rengoldshauser Hof einen Elektrotraktor einsetzt, gehört heute wohl zum guten Ton“, sagt Hueber. Doch richtige Elektro-Traktoren in unterschiedlichen Größen, die mit einer Batterieladungen bereits fünf Stunden und länger arbeiten, gibt es derzeit gerade eine Handvoll auf dem deutschen Markt.
Um Gewicht zu sparen und damit den Druck des Fahrzeugs auf die Ackerböden möglichst gering zu halten, wollte Hueber keinen reinen E-Traktor bauen oder einen konventionell angetriebenen Schlepper umrüsten. Viel wichtiger sind ihm der ergonomische und beim Sprühen geschützte Arbeitsplatz des Landwirts, die Umweltfreundlichkeit und trockene Unterbringung der Speicherzellen sowie deren intelligente Steuerung, um im Einsatz möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Erfahrungen gesammelt hat das Unternehmen in Schwäbisch Gmünd mit dem Umbau eines ehemaligen Gartenschau-Bähnchens mit Bleibatterien und Elektroantrieb hin zu einer dank Li-Akkus und Solarzellen nahezu autark fahrenden Elektro-Stadtbahn oder mit dem Antriebsstrang des mit Batterien und Sonnenkollektoren gespeisten und ebenfalls nahezu keine Ladestationen benötigenden 6-Personen-Bootes SPW 7.0 E-Solar der Speedwave-Werft in Kressbronn-Gohren am Bodensee.
Aus Gründen der Ressourcenschonung, aber auch, um den Preis niedrig zu halten, hat Eric Hueber für den Rengo ebenfalls zu einer herkömmlichen Kleinwagenkarosserie aus der Großserie gegriffen. Verwendet werden kann deswegen auch jeder andere Kleinwagen, dessen Motor und Getriebe kaputt oder das Fahrwerk beschädigt sind. An dem Platz, an dem sich normalerweise die Rückbank und der Kofferraum befinden, sind jetzt die Batterien in einer sicheren Aluminiumbox verbaut. Zum Einsatz kommen Lithiumzellen aus dem Fahrzeugbau. Statt der marktüblichen Lithium-Kobalt-Batterien verwendet Hueber Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien (LiFePO4) mit einer Kapazität von rund 10 kWh. Die LiFePO4 haben einen sehr geringen Anteil an Lithium, enthalten kein Kobalt. Dank ihrer Konzeption und der Zellchemie können die Zellen im Notfall nicht brennen, sind wartungsfrei und fast komplett wieder verwertbar. Vor allem aber enthalten sie im Gegensatz zu Bleibatterien keine umweltgefährdenden Stoffe, sagt der Hersteller. Verbaut ist auch ein Rekuperationssystem: Jeder Bremsvorgang gewinnt Energie zurück, da der Motor dann zum Stromgenerator wird.
Dieses Paket sorgt für gut zweieinhalb Betriebsstunden ohne dass der Rengo an den herkömmlichen 230 V-Stecker muss, um die Akkus in 4 bis 5 Stunden komplett aufzuladen. Fürs Gebläse des handelsüblichen und am Heck montierten Sprühgerätes ist ein 5 kWh-Motor verbaut. Angetrieben wird der „Rengo“ von zwei an den Vorderrädern verbauten Radnaben-Antrieben mit jeweils 3,5 kW Leistung. Genug Kraft, um für bis zu 15 Stundenkilometer Arbeitsgeschwindigkeit zu sorgen. Als Fahrwerk hat sich Ingenieur Hueber für einen Portalbau entschieden. Mit der Spurbreite von 1.800 Millimetern und einer Bodenfreiheit von 500 Millimetern kann man mit dem „Rengo“ bequem die herkömmlichen Pflegegassen auf den Feldern befahren und den Boden mit den nötigen Mitteln bestäuben oder gar wässern.
HMF-Mobility
Hueber Maschinen- und Fahrzeugbau GmbH
Eric Hueber
Gartenstraße 9
88662 Überlingen
Telefon +49 7551 3010 988
E-Mail eric.hueber@hmf-mobility.de
Internet: www.hmf-mobility.de
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PRESSEMITTEILUNG, Überlingen, 09.12.2020
Abdruck von Text und Bild honorarfrei
Experten der E-Charta der Internationalen Bodenseekonferenz informierten sich in der Kressbronner Speedwave-Werft über die Zukunft der Elektroboote für den Dreiländersee.
Elektrisch angetriebene und nahezu lautlos übers Wasser gleitende Freizeit- und Badeboote gehören zu den Raritäten auf dem Bodensee. Lediglich an Segelschiffen sieht man vermehrt kleine, elektrifizierte Außenbord-Flautenschieber. Das könnte sich bald ändern: Das in der Speedwave-Werft in Kressbronn-Gohren gebaute Aluboot SP 7.0 E-Solar ist mit Solardach, Batterien und Elektromotor autark unterwegs und benötigt so gut wie keine Ladestationen. Das hat jetzt die Träger der „E-Charta“ der Internationalen Bodenseekonferenz interessiert. 25 Vertreter von Gemeinden, Landkreisen, Verkehrsbetrieben, Schifffahrtsunternehmen oder Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich in der Marina Ultramarin über die Elektromobilität und nachhaltigen Bootsbau für Bodensee und Zürichsee informiert.
Der silbern glänzende Rumpf und das mit Photovoltaikmodulen bestückte Sonnendach der SP 7.0 E-Solar zeigen, wo die Zukunft für den Bootsbau am Bodensee liegt: Im Gegensatz zu herkömmlichen, aus Kunststoff und Laminat gefertigten Rümpfen, besteht der des Sieben-Meter-Schiffes aus Aluminium und ist damit sehr robust. Gepaart mit unkomplizierter Bedienung ist die SP 7.0 ideal für Vermietungen, Bootssharing und den Einsatz als Hotel-Shuttle. Aluminium ist um ein Vielfaches leichter als Stahl und wartungsfrei, weil es nicht lackiert werden muss. Vor allem aber ist es recycelbar und damit nachhaltig. „Wir wissen nach wie vor noch nicht so richtig, wie wir einen modernen, aus glasfaserverstärkten Kunststoffen geformten Rumpf am Lebensende eines Schiffes weiterverarbeiten können“, sagt Daniel Rück von der Speedwave-Schwestergesellschaft HL Schiffstechnik. „Man könnte GFK zwar als Füllstoff im Beton verwenden oder zum Verbrennen in Heizkraftwerken, dazu müssen wir aber erst die Schadstoffe rausfiltern“, erklärt Daniel Hadamovsky vom ebenfalls in den Speedwave-Räumen ansässigen Yachtwork Bootskontor. Er ist Experte für Decksbeläge aus synthetischem Material oder aus Kork. Zu den von ihm verarbeiteten alternativen Werkstoffen gehören auch die Flachsfasern, aus denen das Greenboats Skiff, der schnelle Sportsegler von Speedwave-Chef Walter Schildhauer, gebaut worden ist. Für extreme Stabilität der aus nachwachsenden Rohstoffen bestehenden Teile sorgen Bienenwaben aus Zellulosestruktur, die mit einer Laminatlage überzogen werden.
Der Ingenieur Walter Schildhauer hat mit Speedwave eine Forschungsstätte für zukunftsweisenden Bootsbau am Bodensee eingerichtet. Dort wurde die für 6 Passagiere ausgelegte SP 7.0 entwickelt, die es mit einem im Schacht unter der Liegefläche versenkten Benzin-Außenborder oder einem ebenfalls unter der Liegefläche eingebauten Elektromotor gibt. Die zwei Lithium-Eisenphosphat-Batterien 8,1 kWh der E-Solar sind am Stecker im Hafen in zweieinhalb Stunden wieder aufgeladen und liefern genügend Energie, damit das Boot unter Volllast mit bis zu 20 Stundenkilometern über den See fährt. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 10 km/h. „Über das Solardach mit den Leichtbaukollektoren werden die Batterien innerhalb eines Sonnentages vollständig geladen“, sagt der für die Entwicklung des E-Antriebes verantwortliche Überlinger Ingenieur Eric Hueber. Obwohl das Schiff bereits auf dem Bodensee unterwegs ist, werde derzeit an der Verbesserung des Solardachs gearbeitet. Dieses soll mit neuartigen, am Solarforschungsinstitut ISC Konstanz entwickelten „Zebra-Modulen“ die Sonnenstrahlen und die vom Wasser reflektierten Strahlen einfangen und umsetzen. Eric Hueber und Walter Schildhauer sind stolz darauf, dass das Musterbeispiel der Elektromobilität auf den beliebten Wassersportrevieren Bodensee und Zürichsee von einem privaten Entwickler binnen eines Jahres schnell und unkompliziert zur Marktreife gebracht worden ist.
Dennoch ist eine großflächige Nutzung von elektrischen Antrieben auf den Bodensee reine Zukunftsmusik. Von den rund 58.000 registrierten Booten fahren 37.400 mit Verbrennungsmotoren über den See. Lediglich 1.215 Boote haben einen Elektromotor an Bord, wie vor den Teilnehmern des Treffens der E-Charta der IBK deutlich wurde. Wie bei der Elektromobilität auf der Straße sei das Potential auf dem See riesig. Aber technische Standards und gesetzliche Regelungen, etwa für die Batterien und die dazugehörende Lade-Technik, sind noch in weiter Ferne. So erklärt Clemens Meichle, Geschäftsführer der 1.500 Liegeplätze zählenden Ultramarin, die Meichle + Mohr Marina, dass man erst noch Ladestationen in den Häfen schaffen müsse. Die bisherigen Stromleitungen seien für das Laden der E-Boote zu schwach und nicht auf die hohen Kapazitäten ausgelegt. Nur die wenigsten Bootseigner seien bereit kräftige Aufpreise für ein elektrisch betriebenes, sieben Knoten schnelles und zehn Meter langes Boot zu zahlen, nennt Daniel Rück einen weiteren Hemmschuh.
Das Fazit des Treffens der E-Mobilitätsexperten: E-Mobilität auf dem Bodensee ist möglich und schon heute technisch und wirtschaftlich darstellbar. Das zeigt aktuell die Nachricht von den Bodensee-Schiffsbetrieben, die gerade den Bau von zwei elektrisch betriebenen Passagierschiffen planen. Das erste Schiff soll schon im Sommer 2022 im Überlinger See zwischen Uhldingen, der Insel Mainau und Meersburg verkehren. Wie es schon zu Lande mit den E-Autos funktioniert, ist es auch auf dem Wasser nötig, fördernd und regulatorisch Einfluss zu nehmen, um die Mobilitätswende voranzubringen. Steuerungsmöglichkeiten wären aus Sicht der Expertengruppe etwa Umstiegsprämien, vorrangige Liegeplatzvergabe für Boote mit E-Antrieben oder andere emissionsfreie Antriebsformen sowie Sharing-Ansätze und die Entwicklung eines einheitlichen Standards bei der Ladestrom-Abrechnung.
HMF-Mobility
Hueber Maschinen- und Fahrzeugbau GmbH
Eric Hueber
Gartenstraße 9
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Telefon +49 7551 3010 988
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Internet: www.hmf-mobility.de
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